Unsere Handlungsgrundlage

Evangelische klinische Seelsorge im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen geschieht in der diakonischen Lehre Jesu Christi und folgt dem Gedanken der Barmherzigkeit. Sie erfolgt im Auftrag der Evangelischen Kirche in Österreich in ökumenischer Verantwortung und durch ihre Finanzierung über den Kirchenbeitrag

Klinische Seelsorge antwortet auf das Recht einer Patientin/eines Patienten auf seelsorgerliche Begleitung (§ 17a des Wiener Krankenanstaltengesetzes vom 24.3.1987). Evangelische klinische Seelsorge im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen ist rechtlich durch das "Bundesgesetz über äußere Rechtsverhältnisse der Evangelischen Kirche" vom 6. Juli 1961, BGBl Nr. 182/61
(= Protestantengesetz für die Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses {A.B.} in Österreich und die Evangelische Kirche Helvetischen Bekenntnisses {H.B.} in Österreich) geregelt.
Siehe auch: Methodistische Kirche in Österreich und  die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)

Wie wir unser Handeln verstehen

Das Krankenhaus ist ein besonderer Ort im Gesundheitswesen.

Menschen kommen als PatientInnen ins Krankenhaus, um ein körperliches oder psychisches Gebrechen nach den Maßstäben der modernen Medizintechnik behandelt zu bekommen.

Menschen arbeiten im Krankenhaus in ärztlichen, pflegenden oder helfenden Berufen ebenso wie in der Gesundheitsverwaltung und –organisation.

Wir klinischen Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger sind für PatientInnen, für Angehörige und anderen nahe stehenden Personen da, für BesucherInnen und für das Personal.

Wir möchten

• für den unendlichen Wert und die Würde jedes Menschen eintreten

• an die existentielle und spirituelle Dimension von Leiden, Krankheit und Tod erinnern

• die heilende, stützende, begleitende und verzeihende Kraft von Spiritualität und Glauben in Erinnerung bringen

• dafür Sorge tragen, dass auf die je unterschiedlichen spirituellen Bedürfnisse eingegangen wird und diese respektiert werden.

Wir sehen unseren Arbeitsauftrag darin, dass wir ...

• Zeit haben zum aktiven Zuhören 

• Gottesdienste, Rituale und Sakramentssprenden entsprechend der eigenen Glaubensstradition anbieten

• als Mitglied eines multidisziplinären Teams tätig sind

• Fortbildungen für Berufsgruppen im Gesundheitswesen anibieten und / oder ihnen teilnehmen

• als MentorInnen im Gesundheitswesen agieren

• Forschungsarbeiten und Gremien zur Seelsorge und Ethik unterstützen und uns daran beteiligen

• dass wir unsere eigene Arbeit evaluieren und Qualitätssicherung betreiben (z.B. durch Supervision)

• wir das gesellschaftliche Bewusstsein für die Nöte und Bedürfnisse der Menschen, die sie begleiten, der HelferInnen und des Gesundheitswesens wach halten.