Mag. Arno Preis

Portrait von Mag. Arno Preis

Geboren 1955 in Villach

1973 - 1978 Studium der Evangelischen Theologie an der Evangelisch Theologischen Fakultät der Universität Wien

1978 Absolvierung des Sicherheitslehrganges für Matrosen in Bremen und Bremerhaven und Anheuerung als Deckmatrose auf einem Handelsschiff der Deutschen Handelsmarine (Reederei UNION)

1979 – 1981 Vikariat in den Evang. Pfarrgemeinden Wien – Simmering und Weiz/Gleisdorf/Stmk - Jänner 1981 Examen pro ministerio (Pfarramtsprüfung),

1979-2010 Religionslehrer an allen Höheren und Mittleren Schulen

1981 Ordination zum Pfarrer

1981 - 1992 Gemeindepfarrer in der Evangelischen Pfarrgemeinde A. u. H.B. Weiz / Gleisdorf

1982 - 1992 Diözesanbeauftragter der Diözese Steiermark für kirchliche Entwicklungshilfe und Weltmission

1992 - 2000 Gemeindepfarrer der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Villach

1996 - 2000 Senior (= Stellvertreter des Superintendenten) für das "Mittlere Kärnten“ und Mitglied der ökumenischen Kontaktkommission Kärntens

2000 – 2003 Vertreter der Diözese Kärntens im österreichischen „Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit"

2000 - 2002 Rektor der Diakonie Waiern und Schulleiter bzw. Dozent am Martin Luther Kolleg/DiakonInnenschule in Österreich Waiern/Kärnten Fach: Diakonie, Diakoniewissenschaften

2003 bis 2007 Trainer/Wirtschaftstrainer im Institut f. Systempädagogik u. Personalmanagement

2003 - 2004 + 2008-2010 Administrator der Pfarrgemeinde Bruck/ Leitha – Hainburg a.d. Donau

2005 - 2006 Geschäftsführer des Evangelischen Schulwerkes A.B. Wien

2005 - 2007 Schultheologe des Evangelischen Schulwerkes A.B. Wien

2006 – 2011 Gefängnisseelsorger der Diözese Niederösterreich – Hauptdienstort Justizanstalt Stein (JA Krems, JA Göllersdorf, JA Korneuburg, JA Schwarzau, JA Gerasdorf), Diasporapfarrer der Diözese Niederösterreich und Kuratoriumsmitglied der ARGE Diakonie Niederösterreich

seit September 2011 Pfarrer und Klinscher Seelsorger im AKH und in der Krankenanstalt Rudolfstiftung
seit November 2014: Pfarrer und Klinscher Seelsorger im AKH 100%
Februar 2012- Oktober 2017 Mitglied der Ethik-Kommission der Medizinischen Universität Wien
seit Jänner 2013 Schwerpunktstation 18 i (Hämatologie) 21 KMTI/KMTN (Knochemarkstransplantation) und Intensivstation 13I2 am AKH Wien - Spriuitual Care.

seit 2014 Mitglied im Netzwerk Vergebung und Versöhnung (Dr. Konrad Stauss)

seit Juni 2015  Mitglied der Ethikkommission der Immunologischen Tagesklinik

Weiterbildungen: 

Evangelische Erwachsenenbildung (Fernstudium), Systemtherapeutische Gesprächsführung für Einzelne und Paare, Management in sozialen Organisationen (Diakonische Führungsakademie Deutschland/Berlin), zwei Klinische Seelsorge Weiterbildungskurse (KSA; für Gefängisseelsorge und Krankenhausseelsorge) zertifiziert nach DGfP-Standard (=Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie bzw. an der Abteilung Bildung & Beratung der v. Boldelschwingschen Anstalten Bethel/Bielefeld am Seelsorgeinstitut/Zentrum für Spezialseelsorge), Weiterbildung im siebenphasigen "Vergebungs u.Versöhnungsprozess" (nach Dr.Konrad Stauss): Vergebung und Versöhnung als seelsorgerliche therapeutische Intervention - Grundlagen der Versöhnungsarbeit-Säkulare innerseelische Veränderungsprozesse in der Vergebungsarbeit,
Weiterbildung "Schuldkompetenz"(nach Dr. Konrad Stauss): Schuldarbeit und Wege zur kompetenten Schuldbewältigung.

Was mir in der Krankenhaus-Seelsorge wichtig ist:

In Gott findest Du Dein SELBST –
Im Krankenhaus, zurückgeworfen auf mich selbst,  begegne ich mir!

Akzeptanz meiner Lebensgeschichte
Aufspüren meiner Ressourcen 
Das Erleben meiner Anerkennung, Würde und meiner Autonomie,
Die Würdigung und Wertschätzung Anderer
Kontakterlebnisse, um mich selber spüren zu können
Religiöse Symbole
Rituale, klar und eingebettet in meinen jetziges Leben,
Entlastung von der Vorstellung, mein Leben selbst meistern zu müssen oder zu können,
Perspektivenwechsel und Integration des Ungewollten
.................Dies alles brauchen wir vermehrt in der Zeit des Krankseins.

Ich verstehe meine Arbeit nicht bloß als eine religiöse Betreuung,
die sich auf die kultischen Handlungen und den geistlichen Zuspruch begrenzt sieht.
Meine Begegnung gilt im umfassenden Sinne dem ganzen Menschen und möchte  Ursachen und Folgen der Krankheit,
sowie die alltäglichen Probleme des Menschen miteinbeziehen.
Ich nehme mein Gegenüber als das wahr, was er ist: als Menschen.

Nur ein „informierter“ Mensch, der auch die Möglichkeit hat seine Sicht einzubringen, wird zum Dialog bereit sein.
Das wirkt sich stabilisierend auf alle Beteiligten aus.
Gefühle der Ohnmacht und Fremdbestimmung werden möglicherweise abgebaut.

Eine so verstandene Haltung des gegenseitigen Respekts, ermöglicht mir eine aufeinander hörende Kommunikation,
das heißt, dass beide Seiten das Gefühl haben, ernst genommen zu werden, Misstrauen wird reduziert.
Der Schlüssel zum Dialog liegt in der Liebe. Das Potential liegt im Menschen selbst.

Manchmal sollte aufgezeigt werden, wie es möglich ist (mich eingeschlossen),
das „trotzdem“ zu sagen und für sich einen religiösen Ort zu finden.
Es geht um begründete Hoffnung und nicht um falschen Utopismus.

Für mich, heißt das, dass ich nicht aus der Position der Macht des Gesunden, des Besserwissenden, agieren möchte, sondern ich bin auf Augenhöhe Begleiter und Berater, wenn ich dazu eingeladen werde.

Denn Gott ist und bleibt dem Menschen zugewandt als ein Gegenüber, als ein DU.

Ich begleite Menschen dabei, dass sie ihr Person-Sein nicht gänzlich verlieren. 
Ich ermutige sie, sich selbst anzunehmen, die Wirklichkeit des eigenen Lebens zu erkennen und zu ertragen, und möglicherweise zu verändern.

 

MOBIL: 0699 188 77 037
MAIL: arno.preis@akhwien.at